Mahnung per Einschreiben versenden
Verzug tritt in der Regel mit dem Zugang der Mahnung ein, und ab dann können Verzugszinsen und Kosten verlangt werden. Wer sich darauf berufen will, muss den Zugang dokumentieren können. Für die erste förmliche Mahnung ist das Einwurf-Einschreiben die übliche Wahl.
Welche Stufe welche Versandart braucht
| Stufe | Versandart | Warum |
|---|---|---|
| Zahlungserinnerung | Standardbrief | Ziel ist die Zahlung, nicht die Dokumentation |
| Erste förmliche Mahnung | Einwurf-Einschreiben | ab hier soll der Verzug dokumentiert sein |
| Letzte Mahnung | Einwurf-Einschreiben | Unterlagen werden im Mahnverfahren gebraucht |
Warum die Dokumentation hier zählt
Verzugszinsen und Rechtsverfolgungskosten setzen voraus, dass Verzug eingetreten ist. Bestreitet die Gegenseite, die Mahnung erhalten zu haben, tragen Sie die Beweislast. Ein Standardbrief liefert dazu nichts.
Unterlagen für ein späteres Mahnverfahren
- Kopie der Rechnung mit Datum.
- Kopie jeder Mahnung mit Datum.
- Einlieferungs- und Auslieferungsbeleg je Mahnung.
- Auftragsbestätigung, die Brieftext und Sendungsnummer verbindet.
Häufige Fragen
Muss eine Mahnung per Einschreiben verschickt werden?
Vorgeschrieben ist das nicht. Da der Zugang aber darzustellen ist, wenn Sie Zinsen und Kosten verlangen, ist eine dokumentierte Versandart spätestens ab der förmlichen Mahnung sinnvoll.
Wie viele Mahnungen sind nötig?
Gesetzlich keine bestimmte Anzahl. Eine Mahnung nach Fälligkeit reicht aus, um Verzug zu begründen.
Welche Variante für die letzte Mahnung?
Das Einwurf-Einschreiben. Es wird unabhängig von Anwesenheit zugestellt — bei einer Gegenseite, die ohnehin nicht reagiert, ist das entscheidend.
Quellen und Rechtsgrundlagen
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Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag gibt allgemeine Hinweise und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Ob eine Frist, eine Formvorschrift oder eine Rechtsfolge in Ihrem Fall gilt, hängt vom Einzelfall ab. Bei Zweifeln wenden Sie sich an eine Rechtsanwältin, einen Rechtsanwalt oder eine Verbraucherzentrale.
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